Donnerstag, 17. April 2014

Unser Weg in die Mission. Was bisher geschah ...


Was muss ich eigentlich alles machen, bis ein Missionseinsatz starten kann? In den nächsten Monaten werden auf dem Mühlenblog wieder einige Beiträge der Familie Gohlke erscheinen, die diese Frage beantworten. Die drei nehmen euch mit in die Vorbereitungen und dann in ihren Einsatz. So kann Mission blognah miterlebt werden.

Liebe Leser,

vor zwei Jahren haben wir von unserer dreimonatigen Auszeit bei OM USA berichtet. Diese gute Erfahrung hat in unserem Leben Spuren hinterlassen und nach einem Konzert von Bill Drake in unserer Gemeinde legte uns Gott aufs Herz diese Arbeit weiter zu unterstützten und für eine Zeit bei OM Arts in Tyrone, USA mitzuarbeiten. Unseren doch sehr ereignisreichen Weg in die Mission möchten wir mit einem monatlichen Bericht dokumentieren. Wir möchten damit Einblick in unser Projekt geben und Mut machen, diesen Schritt ebenfalls zu gehen und Gottes wunderbare Gnade zu bezeugen.

Was bisher geschah.

Oktober 2013
Nachdem wir uns entschieden hatten, diesen Schritt zu gehen, nahmen wir Kontakt mit OM Deutschland auf und führten erste informelle Gespräche. Ein weiteres Treffen mit anschließendem Interview fand in Mosbach statt. Nach Kontaktaufnahme mit dem OM Arts-Leitungsteam und einem persönlichen Treffen mit Bill Drake in Mosbach klärten wir weitere Schritte.

November 2013
Wir gingen nun auf unsere Gemeinde zu, was nicht besonders einfach war. Wir sind beide Mitglied in einer evangelischen Landeskirchengemeinde und der letzte Missionar wurde wahrscheinlich „1815“ von Unterensingen ausgesendet. Wir wurden daher eingeladen, im Kirchengemeinderat unser Projekt vorzustellen. Im Anschluss unserer Vorstellung beantworten wir viele Fragen und versuchten Befürchtungen auszuräumen. Der Kirchengemeinderat tagte dann ohne uns weiter und dies bis in die frühen Morgenstunden. Wir hatten ein komisches mulmiges Gefühl als wir an diesem Abend nach Hause gingen und wussten nicht, wie es weitergeht. Sollten alle unseren Bemühungen umsonst gewesen sein und gibt es kein Interesse an der Mission? Am nächsten Morgen rief der Pfarrer uns an und teilte uns mit, dass der Gemeinderat sich für unser Projekt entschieden hatte. Gott tut Wunder.

Dezember 2013
Nun startete langsam die konkrete Vorbereitung. Katharina legte einen detaillierten Projektplan an (sie hatte im November gerade ihren Masterabschluss in Bildungsmanagement abgelegt) und die Türen und Wände des heimischen Büros sind seitdem mit Arbeitspaketen und Teilaufgaben übersät. Im Dezember sprachen wir dann auch noch ausführlicher mit unseren Familien und warben für Unterstützung. Den Großeltern bereitet die Vorstellung, besonders ihren Enkel nicht mehr so oft sehen zu können, Schmerzen und nimmt auch immer wieder in den Vorbereitungen Raum ein.
Konkrete Schritte im Dezember waren dann noch: Zusammenstellung aller wichtigen Informationen für die Gemeinde und unseren Infoflyer, Fotos für Visaanträge und Reisepässe, Impfungen für Elias (Hepatitis B und Windpocken braucht mehrere Termine über ein dreiviertel Jahr lang).

Januar 2014
Noch immer haben wir nichts von OM USA gehört, die für die Visaanträge maßgeblich verantwortlich sind. Dies macht uns etwas nervös, ob der geplante Start im September 2014 zu halten ist. Die Botschaften in Deutschland sind bei Visaanträgen manchmal etwas kompliziert und langwierig.
Unser Flyer hat jetzt alle wichtigen Informationen und ein befreundeter Grafiker arbeitet einen schönen Entwurf aus. Wir können nur empfehlen einen ansprechenden Flyer mit allen Informationen zu erstellen, es hilft sehr mit Menschen in Kontakt zu kommen und spricht an. Parallel starten wir unsere Homepage (www.kircheneingang.de), um über alle wichtigen Termine und Gebetsanliegen zu informieren. Die Termine mit der Gemeindeleitung für Informationsgottesdienst und den Aussendungsgottesdienst müssen abgesprochen werden, da es durch die Strukturen in der Gemeinde und dem Predigtplan nicht ganz so flexibel zu handhaben ist. Oh und dann nicht die Anmeldung für das EFS (Einführungsseminar in die Mission) nicht vergessen und wenn ich schon dabei bin, muss ich auch noch unseren Besuch in Italien bei der OM Arts school organisieren, um dort das zukünftige Team kennenzulernen. Zum Glück gibt es Computer, die einen regelmäßig daran erinnern, was zu tun ist.

Februar 2014
Wir möchten unsere Flyer gerne verschicken und sitzen einige Tage an den Adressenlisten. Viele Adressen sind über die Jahre nicht ganz aktuell. Zu unserer Enttäuschung müssen wir feststellen, dass es bei der Post keine Ermäßigung für Massenversand von Briefen mehr gibt, dies reißt ein nicht unerhebliches Loch in die Familienkasse.

Wir dürfen mit Freude hören, das OM USA einen Visaanwalt beauftragt hat, sich um das Visum zu kümmern. Dafür sind aber neue Reisepässe nötig, die solange gültig sein müssen wie das Visum. Dabei erfahren wir, dass auch Elias einen neuen Reisepass braucht, da sein Bild nicht mehr ganz aktuell ist. Die Dame im Bürgermeisteramt erledigt schnell und nett unsere Anfrage. Doch die Rechnung für die Pässe ist dann gar nicht mehr so nett.

Wie es weitergeht, erfahrt Ihr im nächsten Blogbeitrag.

Liebe Grüße Stephan, Katharina und Elias